Was macht memucho zu einer besonderen Lernplattform?

Was wir schon jetzt bieten, ist die Möglichkeit, selbst Inhalte einzustellen und mit den Inhalten anderer Nutzer_innen zu lernen. Der langfristige Plan ist, die Kombination aus Inhalten und den Interaktionsmöglichkeiten (Inhalte erstellen und umgestalten, Wunschwissen managen, lernen und testen) so nutzerfreundlich zu gestalten, dass Lernen in deinem eigenem Tempo und nach deinen individuellen Bedürfnissen, kurzum selbstbestimmtes Lernen möglich wird. 

Auf dem Weg dahin begleiten uns Fragen über Fragen:

Persönliches Wissensmangement

Wann soll memucho eigentlich genutzt werden? Die Antwort erscheint leicht und doch schwammig: immer, wenn du etwas lernen möchtest. Also immer, wenn du dich auf eine bestimmte Prüfung vorbereiten möchtest, aus einem konkreten Anlass lernst oder einfach immer dann, wenn du dich für etwas interessierst und dich intensiver damit beschäftigen möchtest.

Wir verfolgen die Idee des persönlichen Wissensmanagements, memucho soll dich bei deinem Lernvorhaben begleiten – aber was braucht es dafür? Welche Art der Aufbereitung braucht wer? Können über memucho schon verschiedene Lernertypen angesprochen werden? Kannst du Inhalte tatsächlich schon nach deinen Wünschen und Bedürfnissen aufbereiten? 

Contentmanagement

Es sind schon jede Menge Inhalte auf memucho eingestellt worden – zu ganz unterschiedlichen Themenbereichen, in unterschiedlicher Tiefe und Breite, nebeneinander und teilweise untereinander verknüpft.

Wie können wir den Content besser aufbereiten? Wie haben Nutzer_innen einen schnellen und leichten Überblick über alles, was da ist – wie können wir ihnen die Vernetzung der Themenbereiche aufzeigen? Das betrifft nicht nur die Funktionsweise der Zuordnung von Fragen zu Lernsets oder Themen, sondern auch die Darstellung von themenübergreifenden Zusammenhängen – aktuell denken wir dabei an ein Sichtbarmachen in Form von Wissensnetzen, aber überdenken auch die Kategorien (Schule, Studium, Zertifikate und Allgemeinwissen) und die Bezeichnungen Thema und Lernset und die Verknüpfung dieser.  

Wenn immer wieder neue Themenseiten erstellt werden – dann kann es auch zu Dopplungen kommen: aber sind Mehrfach-Inhalte schlimm? Themen unterschiedlich aufzubereiten kann ja auch sinnvoll sein, zumal es vielleicht nur teilweise Überschneidungen gibt, oder Autor_innen eine andere inhaltliche Ausrichtung geben möchten. Nur weil schon ein Inhalt da ist, heißt es ja nicht, dass der tatsächlich gut ist – und manchmal ist es sicherlich leichter etwas komplett neu zu erstellen statt etwas Bestehendes zu verbessern. Dennoch bleibt die Frage, wie wir dieses Problem lösen können. Denkbar wäre eine regelmäßige Prüfung, ob eine Zusammenfassung oder Verknüpfung von Themenseiten sinnvoll wäre (bevor “die Community” das selbst löst?). Sollten wir dazu anregen, erst zu schauen, ob ein Thema schon bearbeitet wurde, woran der eigene Inhalt angegliedert werden könnte bevor etwas Neues erstellt wird? Dann landen wir wieder bei der Frage von eben: Wie haben Nutzer_innen einen schnellen und leichten Überblick über alles, was da ist – wie können wir ihnen die Vernetzung der Themenbereiche aufzeigen?

Community

Reichen die Impulse und Aktivitäten aus der Community um Inhalte zu erstellen und aufzubereiten oder brauchen wir eine Redaktion? Wer ist eigentlich „die Community“ und wie können wir sie unterstützen? Ist ein Adminsystem auf Basis der Reputation sinnvoll? Geht es uns um Qualität oder Quantität? Wonach richtet sich eigentlich unser Qualitätsanspruch?

Was hätten Lehrer_innen, Fachdidaktiker und pädagogische Fachkräfte davon, Inhalte auf memucho selbst zu erstellen – zumal es schon Plattformen genau für den Zweck der Unterrichtsvorbereitung oder Unterrichtsbegleitung gibt? Warum sollten sie über wenige, speziell für ihren Unterricht benötigte Inhalte hinaus aktiv werden und was brauchen sie dafür?

Wenn wir memucho als Lernort verstehen, ein Ort, an dem Lerner_innen selbst tätig werden können – unterstützt von fachlichen Expert_innen und pädagogischen Fach- und Lehrkräften, die diesen Prozess begleiten würden, dann ist das eine tolle Vorstellung. Einen besonderen Mehrwert könnten wir schaffen, wenn dabei die Chancen digitaler Bildung bezogen auf Kreativität, Kommunikation, Kollaboration und Kritisches Denken (4K-Modell des Lernens) aufgezeigt würden.